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Wiederentstehung Salziger See

 

Untersuchungen zur Realisierbarkeit des Wiederentstehens des Salzigen Sees aus Sicht des Gebietswasserhaushaltes

  • Auftraggeber: Regierungspräsidium Halle
  • Bearbeiter: BAH-Berlin
Salzige_See

 

Mit dem Wiederentstehen des Salzigen Sees sind Änderungen im hydrologischen Regime der Salza verbunden, die aufgrund der schon jetzt angespannten Wasserbilanz tiefgreifend sein können.

Für eine differenzierte Prognose des sich nach dem Wiederentstehen des Sees einstellenden hydrologischen Regimes wurden Modelluntersuchungen als das geeignete Instrumentarium angesehen. Unter Nutzung modellgestützt ermittelter unter- und oberirdischen Zuflüsse zum Salzigen See für eine insgesamt 48-jährige Reihe waren Zeitreihen der Seewasserstände zu berechnen, die Aussagen zum inner- und überjährlichen Schwankungsverhalten des Seewasserstandes ermöglichen und die Frage beantworten, ob der Zufluß zum Salzigen See ausreichend für dessen stabiles Existieren ist, ob Vorgaben zum MindestAbfluss unterhalb des Sees eingehalten werden können und in welchen Wasserstandslamellen der See schwanken wird.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sind Grundlage für die beabsichtigte Aufstellung eines Bewirtschaftungsplanes Salza gemäß § 186 Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt. Auftraggeber ist das Regierungspräsidium Halle. Das Staatliche Amt für Umwelt Halle als fachlicher Projektbegleiter initiierte die hier vorliegende Teilbearbeitung und war für die inhaltliche Koordinierung mit der parallelen Bearbeitung der Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH Nordhausen (IHU) zu speziellen Problemen der Grundwasserbilanz im Untersuchungsgebiet verantwortlich.

Das Einzugsgebiet des künftigen Salzigen Sees beträgt ca. 411 km2,  liegt im Flußgebiet der Salza und setzt sich aus den beiden Teilgebieten Querne/Weida inklusive Hornburger Graben und der Bösen Sieben mit dem Süßen See zusammen.

Für die Berechnung der Gebietszuflüsse zum Salzigen See wurde ein flächendeckendes, räumlich und zeitlich hochaufgelöstes Niederschlag-Abfluss-Modell aufgebaut, das unter Nutzung von 48-jährigen Tageswertreihen des Gebietsniederschlages und der potentiellen Verdunstung die Gewässerzuflüsse zum See berechnet. Durch die Länge der Reihe wird ein breites Spektrum meteorologischer und hydrologischer Situationen berücksichtigt.

Zur Modellverifikation erfolgte für den Zeitraum von 1989 bis 1995 ein Vergleich der modellgestützt ermittelten Jahresabflüssen unter Einbeziehung historischer Nutzungsdaten mit den vorhandenen Abflussbeobachtungen. Neben den Pegeln Unterrißdorf und Stedten wurden die gemessenen Abflüsse aus dem Süßen See und am Pegel Zappendorf und die Fördermengen des Pumpwerks Wansleben in die Bilanzbetrachtungen einbezogen. Die Ergebnisse der Bilanzierung zeigen, dass das Modell die Gebietsabflüsse in guter Näherung berechnet und somit das entwickelte Modell zur Bilanzierung der Zuflüsse zum Salzigen See verwendet werden kann.

 

  1.  Kurzfassung (pdf, 1 MB)

 

 

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